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Der Bienentanz

Wie finden die Sammelbienen ihre Futterquellen? Bienen haben dafür eine eigene komplexe Körpersprache, die Karl von Frisch in den 40er Jahren entschlüsselt hat. Mittels zweier Standardtänze, dem Rund- und Schwänzeltanz geben sie alle Informationen an ihre Kolleginnen weiter, die nötig sind, um die gleichen Trachtpflanzen zu finden. Es ist verblüffend, wie viele Informationen die Bienen in ihren Bewegungen kodieren können: die erste Information bekommen die Bienen sofort durch den Geruch. Die heimkommende Biene trägt den Geruch und die Pollen der jeweiligen Futterpflanze in ihrem feinen Körperpelz. Somit wissen alle anderen Sammelbienen sofort, um was für eine Quelle es sich handelt und wie sie schmeckt.

Bienentanz

Für die Nähe: "Rundtanz"

Befindet sich die Nahrung in einem Umkreis von ca. 50 Metern rund um den Bienenstock, vollführt die Biene einen sogenannten "Rundtanz": Sie läuft auf der senkrechten Wabe aufgeregt im Kreis, immer abwechselnd rechts und links herum. Auch der Wert des Trachtortes wird den Kolleginnen mitgeteilt. Je höher, desto temperamentvoller und ausdrucksvoller ist der Tanz. Dann fliegen alle los und suchen im Umkreis von 50 Metern so lange, bis sie die entsprechende Tracht gefunden haben.

"Schwänzeltanz" für entferntere Nahrung

Bienentanzerklärung

Der Rundtanz versagt bei weiter entfernten Nahrungsquellen. Dafür gibt es den komplizierteren "Schwänzeltanz": Die Bienen tanzen dazu Halbkreise, unterbrochen von geradlinigen Läufen, bei denen sie ihren Hinterleib rasch hin und her zucken lassen. Auf diesen Schwänzelgeraden kehren sie jedes mal wieder zurück zum Startpunkt des zuvor durchlaufenen Halbkreises. Je weiter die Trachtquelle, umso langsamer wird getanzt. Die Biene informiert dadurch ihre Schwestern über Entfernung und Richtung der Nahrung, bis auf wenige Meter genau!


Siehe auch Bienentänze