Eine Art der Ablegerbildung.
Man kehrt von 2 bis 4 Brutwaben die Bienen ab und setzt diese bienenfreien Waben über Absperrgitter in den Honigraum. Die darauf befindliche junge Brut "saugt" Pflegebienen aus den darunter liegenden Bruträumen nach oben. Dann entnimmt man diese Brutwaben mit den Bienen und bringt sie in einem Ablegerkasten auf eine "Jungvolkstation".
Beweiselt werden solche Sauglinge mit einer schlüpfreifen Zelle oder einer Königin.
Der Saugling ist eine Ablegerbildung mit offenen Brutwaben, auch aus verschiedenen Völkern über Absperrgitter und Honigraum bei einem schröpfreifen Volk mit Zusetzen einer begatten Königin im verschlossenen Käfig. Am nächsten Tag Königin mit Zuckerteig ausfressen lassen und Saugling auf neuen Platz bringen oder seperaten Stand. Natürlich sollten ein bis zwei Mittelwände und ein bis zwei Futterwaben nicht fehlen.
(nach Dr. Gerhard Liebig) Schwache Völker sind vor allem bienenschwach. Liebig setzt schwache Völker einfach über ein Absperrgitter und ohne weiteres Flugloch auf ein überstarkes Nachbarvolk. Dadurch gleichen sich die Bienendichten in den beiden Brutnestern aus und die Flugbienen des Schwächlings betteln sich ein. Nach vier Wochen, es stehen drei Zargen übereinander, sind alle Zargen stark bebrütet. Jetzt kommt der ehemalige Schwächling auf das Bodenbrett und bekommt sofort den Honigraum und der Starke kommt daneben und erhält ebenfalls den HR. Der Schwache bekommt jetzt die Flugbienen, denn er hat weniger Brut und der Starke büßt die Flugbienen ein und wird deshalb nicht so schnell schwarmtriebig. Bei ihm schlüpfen aber auch mehr Bienen.
Siehe auch andere Arten von Ablegerbildung unter: