Eine voll ausgebaute Wabe kann bis zu 3 kg Honig fassen, der in über 6000 Zellen eingelagert wird. Die leere Wabe wiegt ohne Rähmchen nur etwa 0,1 kg.
Jede Zelle kann als Vorratsraum für Pollen oder Honig oder als Kinderstube, zur Aufzucht der Brut genutzt werden. Wenn die erwachsene Biene aus der Zelle schlüpft, hinterlässt sie eine Puppenhaut, die eng an der Zellenwand anliegt. Diese Haut wird nicht weggeräumt und auch nicht die Kotreste der Puppe, die am Zellenboden zwischen der Haut und der Zellenwand liegen bleiben. Wenn die Zelle wieder bebrütet wird, dann stiftet die Königin das Ei auf bzw. in die zurückgebliebene Haut, deren Oberfläche vorher gründlich von den Putzbienen gereinigt worden ist.
Eine Wabe kann mehrfach bebrütet werden. Mit jedem Brutsatz kommt eine Haut dazu. Das macht die Zellenwände dicker und das Zellenvolumen kleiner. Die bebrütete Wabenfläche wird mit jedem Brutsatz etwas dunkler. Nach 2 bis 3 Jahren Aufenthalt im Brutraum sind Brutwaben schwarz. Zwischen den Häuten können sich Krankheitserreger einnisten. Außerdem sind die Kotreste und die Häute ein nahrhaftes Futter für die Larven der Wachsmotten, die beim Minieren die Wabenstruktur zerstören.

Auf die Wabenhygiene (ständige Wabenerneuerung) sollte der Imker sehr viel Wert legen. Wer nicht darauf achtet bekommt leicht Probleme. Anfänger haben oft deshalb Glück, weil sie anfangs unbewusst das Richtige tun, weil sie es tun müssen. Sie können gar nicht anders als ihre Völker auf jungem Wabenbau zu halten; denn sie haben keine alten Waben. Es dauert 2 bis 3 Jahre, bis die ersten Waben alt sind. Wenn sie dann nicht konsequent beseitigt und Jahr für Jahr durch jungen Wabenbau ersetzt werden, kann die mangelhafte Hygiene zu Problemen führen und das Anfängerglück ist dahin.